Veranstaltung G`scheit studiert hilft bei der Berufswahl

Nach dem Abitur stehen Schülerinnen und Schüler vor einer schwierigen Entscheidung: zur Auswahl stehen unzählige, teilweise sehr spezialisierte Studiengänge, viele duale Ausbildungen und außerdem Angebote für ein freiwilliges soziales Jahr oder einen Auslandsaufenthalt.

Vortrag der Studienbotschafterin Melek Terzi

Am 17. und 24. September 2019 fand die Veranstaltung G`scheit studiert an der Merkur Akademie International statt. Die Informationen, Vorträge und Einzelberatungen erleichtern Schülerinnen und Schülern, die kurz vor dem Abschluss stehen, die Berufswahl. Insgesamt sieben Klassen des Beruflichen Merkur Gymnasiums, der Wirtschaftsoberschule und des Berufskollegs nahmen teil. 

Bei der Veranstaltung stellte Barbara Hetznecker das Angebot der Bundesagentur für Arbeit vor: „Viele wissen in der 11. oder 12. Klassenstufe noch nicht, wo ihre Interessen und Stärken liegen. Wir beraten individuell, kostenlos und neutral, können Empfehlungen aussprechen und verschiedene Orientierungstests durchführen.“

Mit Elisabeth Schloeder war auch die Sicht einer Professorin bei G`scheit studiert  vertreten. Sie sprach über die Bewerbung, den Studienanfang und Studienfächer an der Hochschule Heilbronn und den Studiengang Betriebswirtschaft und Sozialmanagement am Standort Künzelsau. Die Hochschule bietet zahlreiche Workshops für Studieninteressierte und ein Schnupperstudium in den Ferien an.

Studienbotschafter/innen schildern ihre Erfahrungen

Außerdem schilderten Studierende und Auszubildende als Studienbotschafter den eigenen Werdegang, oft sehr persönlich: „Ich hatte erst Medieninformatik studiert, aber die Inhalte haben mir überhaupt keinen Spaß gemacht. Durch ehrenamtliche Arbeit im Krankenhaus habe ich dann gemerkt, dass ich nicht als Ärztin arbeiten will, aber die Organisation spannend finde“, erzählte Melek Terzi, die den Masterstudiengang „Versorgungsforschung und Implementierungswissenschaft im Gesundheitswesen“ an der Uni Heidelberg belegt. Sie gab noch praktische Tipps für die eigene Berufsorientierung: „Man sollte die Menschen ansprechen, die einen am besten kennen: die Eltern, die beste Freundin oder den besten Freund. Die können meistens sehr gut einschätzen, wo die eigenen Stärken liegen.“ Solche Geschichten interessierten die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer und bauten Vertrauen auf. Im anschließenden Gespräch in der Kleingruppe konnten sie dann detaillierte Fragen beispielsweise zur Wohnsituation, Bewerbung und Finanzierung vom Studium stellen.

Antje Loske organisiert jedes Jahr das Programm G`scheit studiert an der Merkur Akademie International und ist für die Berufs-und Studienorientierung zuständig: „Wir wollen an der Schule möglichst umfassend auf das Abitur, aber auch die Zeit danach vorbereiten. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich frühzeitig Gedanken machen, welcher Berufsweg zu ihnen passt. Deshalb organisieren wir solche Veranstaltungen, machen viele Projekte, Exkursionen und Praktika.“

Seit 2007 werden Studienbotschafter und –botschafterinnen vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg ausgebildet und halten Vorträge in Schule und auf Messen